Diagnostik

Abklärung bei Tumorverdacht

Sie fühlen sich unwohl oder ein Blutwert stimmt nicht, Sie haben Sorge um sich oder können nicht mehr schlafen, weil ein naher Freund oder Angehöriger an Krebs erkrankt ist. Wir koordinieren den Weg Ihrer Diagnostik, so dass Sie rasch Klarheit erhalten, da nicht selten Zeit die Prognose einer Erkrankung mitbestimmt.

Ultraschalluntersuchung (Sonografie) 

Diese schmerzfreie Untersuchung kennen sie sicher schon. Mit ungefährlichem Ultraschall können wir auch kleinste Veränderungen an den inneren Organen, wie Leber, Gallenblase, Nieren, Milz, Harnblase, Blutadern und Lymphknoten feststellen und auch gut im zeitlichen Verlauf, z.B. zur Behandlungskontrolle, verfolgen. Auch die Halsorgane, wie Schilddrüse, Lymphknoten und Speicheldrüsen sind einer Sonografie gut zugänglich.

Knochenmarkpunktion und –beurteilung 

Im Knochenmark wird das Blut gebildet. Außerdem ist es wichtig für die Immunabwehr des Körpers. Leider setzen sich hier bei bestimmten Tumoren Absiedlungen (Metastasen) fest oder die Erkrankung entsteht primär im Knochenmark, wie z. B. Blutkrebs (Leukämie).

Um Ihre Behandlung dem Krankheitsstadium anpassen oder z.B. die Ursache für einen Mangel an Blutkörperchen finden zu können, ist gelegentlich die Untersuchung des Knochenmarks erforderlich.

Diese Untersuchung erfolgt immer ambulant und ist ungefährlich. Nach örtlicher Betäubung wird der schmerzunempfindliche Knochen zumeist am hinteren Beckenkamm im Liegen punktiert und etwas Knochenmark entnommen.

Das Knochenmark wird einerseits in unserer Praxis unter dem Mikroskop untersucht, häufig auch zusätzlich in Speziallaboratorien verschickt.

Blutuntersuchungen

Die Blutentnahme aus einer Armvene oder dem evtl. vorhandenen Portsystem und die Untersuchung des Blutbildes wird von erfahrenen Arzthelferinnen in unserem Praxislabor durchgeführt. Das Ergebnis steht Ihnen nach 5 min zur Verfügung. Es ist häufig wichtig um zu entscheiden, ob die Chemotherapie wie geplant durchgeführt werden kann.

Genetische Untersuchung u Beratung

Die Veranlagung zur Krebserkrankung ist bei einem Teil der Tumoren vererbbar. Diese Veranlagung kann insbesondere beim Brustkrebs durch eine genetische Untersuchung (Blutentnahme) festgestellt oder ausgeschlossen werden. Hinweise für eine erbliche Bedingtheit sind u.a. ein sehr junges Erkrankungsalter oder mehrere Erkrankungsfälle in der Familie.

Der Nachweis einer genetischen Veranlagung z.B. für Brustkrebs hat für die betroffenen Frauen gravierende Folgen: Einerseits ist das Risiko, an Brust- oder Eierstockskrebs zu erkranken sehr hoch, andererseits kann der Erkrankung durch eine intensivierte Vorsorge oder prophylaktische Operationen vorgebeugt werden. Vor der genetischen Untersuchung ist eine ausführliche Beratung über die möglichen Konsequenzen der genetischen Untersuchung unverzichtbar.