Palliative Betreuung

Schmerztherapie 

Über 90% der Krebsschmerzen können durch die simple Gabe von Schmerzmitteln in ausreichendem Ausmaß gelindert oder ganz beseitigt werden. Leider denken immer noch viele, dass Schmerzen dazugehören. Bei Krebs haben diese jedoch ihre sonst durchaus wünschenswerte Warnfunktion verloren und kosten Energie.

Die Schmerztherapie ist ein immanenter Bestandteil onkologischer Tätigkeit, gelegentlich ist die Konsultation eines Schmerztherapeuten hilfreich, besonders wenn es um den Einsatz invasiver Maßnahmen zur Schmerzbekämpfung geht. Häufig ist die Behandlung der Tumorerkrankung auch die beste Schmerztherapie.

Behandlung von Tumorbeschwerden 

Andere tumorbedingte Beschwerden, wie Luftnot, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Verdauungsprobleme, Angst und Depressionen sind behandelbar, nicht immer so gut, wie es wünschenswert wäre, aber häufig besser, als es geschieht. Fragen Sie nach, ob an alle Möglichkeiten gedacht wurde. Der Hausarzt ist hier neben dem Onkologen Ihr direkter Partner. Auch Freunde und Verwandte können Sie dabei sehr gut unterstützen.

Psychosoziale Betreuung 

„Die Diagnose Krebs trifft die Menschen meist völlig unvorbereitet, reißt sie aus ihrer Alltagswirklichkeit heraus und stürzt sie in eine Krise. Man wird schlagartig in eine Welt geworfen, die durch spezifische Assoziationen gekennzeichnet ist. Über kaum eine andere Erkrankung gibt es so viele Phantasien, Mythen und Ideologien, die den Umgang mit den Betroffenen bestimmen. Betroffene und Angehörige befinden sich in einem Ausnahmezustand, den Klaus Gerdes als „Sturz aus der normalen Wirklichkeit“ treffend beschrieben hat. Diese Krise wird im individuellen Erleben in vielfältigen Brechungen erfahren und ist immer als ein Unruheherd im Hintergrund vorhanden.“

(Dr. Susanne Wittdorf, Psychotherapeutin, Osnabrück).

 

Den „Sturz aus der normalen Wirklichkeit“, diese krisenhafte Lebenssituation erfahren auch sehr viele nicht von Krebs betroffene Menschen, häufiger als es bekannt wird, da nicht viel darüber geredet wird. Sie sind also nicht allein, auch weil Sie mit uns offen darüber reden können. Wir haben bei der Auswahl unserer Mitarbeiter Wert darauf gelegt, dass sie neben der fachlichen Qualifikation auch menschlich kompetent in der Betreuung der Patienten sind. Bei einem Teil der Patienten oder wenn es von Ihnen gewünscht wird, kann es notwendig werden, Ihnen fachspezifische psychoonkologische oder psychiatrische Hilfe zu vermitteln.